Aktuelles

Nur ein Traum? [8. Juni 2016]

Am 28. August 1963 hält Dr. Martin Luther King Jr. am Lincoln Memorial in Washington vor rund 250.000 Menschen seine berühmte Rede "I have a dream".

„I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.“

Das ist einer von den vielen bewegenden Sätzen aus der Ansprache von Martin Luther King. Er hat den Traum, dass seine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilen wird, sondern nach dem Wesen ihres Charakters.

Was für ein Traum, in einem Land zu leben, in dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. In dem Männer und Frauen gleichberechtigt sind. In dem niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf, und auch niemand wegen seiner Behinderung oder seiner sexuellen Orientierung Nachteile erdulden muss.

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Haltung UND Gesicht zeigen [6. März 2016]

In den "unendlichen Weiten" des World Wide Web ist es sehr leicht, seine Meinung zu äußern, Häme zu verbreiten, Menschen verbal anzugreifen, Hass zu schüren und Gewalt zu säen. Leicht ist es, weil wir nicht gezwungen sind, unsere Identität preis zu geben. Wir können uns hinter Fantasienamen verstecken und auf diese Weise unser Missfallen, unseren Frust und unsere Wut in die digitale Welt schleudern ohne eine Konfrontation in der realen Welt zu riskieren. Von dieser Möglichkeit der anonymen Meinungsäußerung und Stimmungsmache wird heute vielfach Gebrauch gemacht. So ärgerlich es ist, dass sich Miesmacher, Mobber und Aggressoren hinter digitalen Masken verstecken können, so bedenklich finde ich es, dass es offenbar auch immer mehr Menschen schwer fällt Haltung UND Gesicht zu zeigen, die nicht darauf aus sind, anderen Menschen zu schaden, sondern sich einfach nur Sorgen machen - um ihre eigene Zukunft, die Zukunft ihrer Kinder und die Zukunft unserer Gesellschaft. Selbst in unserem Land, in dem die freie Meinungsäußerung ein Grundrecht ist, hört man in letzter Zeit häufiger den Satz "das darf man ja nicht laut sagen". Wenn das so ist oder auch nur von vielen so empfunden wird, dann läuft bei uns gerade etwas richtig schief. Denn wenn eine Vielzahl von Menschen in einem der freiheitlichsten Länder dieser Erde tatsächlich das Gefühl haben sollte, die eigene verfassungsgemäße Meinung nicht offen und ehrlich äußern zu können, dann sollte uns das allen zu denken geben.

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Wie viel ist uns Bildung wert? [1. März 2016]

"Bildung" wird in Deutschland groß geschrieben - weil es ein Hauptwort ist.
Auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist zu lesen, dass der Etat für Bildung und Forschung mit dem Haushalt 2016 um 1,1 Milliarden Euro auf rund 16,4 Milliarden Euro und damit auf rund 5% des Gesamthaushaltes steigt. Damit würden die "Zukunftsbereiche Bildung und Forschung weiter gestärkt", so die Aussage. Der Etat für Arbeit und Soziales entspricht rund 41%, der für Verteidigung knapp 11% und der für Verkehr rund 7,8% des Bundeshaushalts 2016.
Nackte Zahlen, die m.E. wenig darüber verraten, welchen Stellenwert Bildung in unserer Gesellschaft tatsächlich hat, und ob dieses Thema nicht nur ein Hauptwort sondern auch ein Hauptanliegen für uns ist.

Am 29. Februar 2016 hat der FDP-Stadtverband Barsinghausen/Seelze einen Öffentlichen Stammtisch mit Björn Försterling, dem Bildungspolitischen Sprecher der FDP im Niedersächsischen Landtag, zu den Themen "Mangelnde Unterrichtsversorgung, Inklusion, Sprachlernklassen und Bet-Räume" in Barsinghausen veranstaltet. Bei diesem Termin, an dem auch mehrere aktive und ehemalige Lehrerinnen und Lehrer teilgenommen haben, wurde u.a. die unterschiedliche Vergütung von Lehrkräften an Grundschulen und an sog. "höheren Schulen" angesprochen. Ich muss gestehen, dass ich mir darüber bisher selbst keine Gedanken gemacht hatte. Dabei sagt die deutlich geringere Bezahlung von Grundschullehrern m.E. viel mehr darüber aus, wie viel uns Bildung wert ist, als der Bildungsetat im Bundeshaushalt.

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Lernen muss Spaß machen [21. Februar 2016]

Niemand lernt, ohne für sich einen Mehrwert zu erkennen. Kinder und Jugendliche müssen aus dem Gelernten einen praktischen Nutzen für ihr tägliches Leben und ihre Lebensziele ableiten können. Darum müssen Schulen die Lebenswirklichkeit ihrer Schüler berücksichtigen, denn Kindern und Jugendlichen muss das Wissen vermittelt werden, das es ihnen ermöglicht, als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft ein freies, selbst bestimmtes Leben zu führen.

Durch Lehrermangel, marode Schulgebäude, veraltete Lehrmittel und teilweise lebensferne Lerninhalte wird die Bildung von Kindern und Jugendlichen dem Zufall überlassen. Damit verspielt Deutschland seine Zukunft!

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